Die etwas andere Wander-Insel
Weltweit einmalig
Das ganzjährig milde Klima wird als „Ewiger Frühling“ bezeichnet und verhalf Madeira zum schmückenden Beinamen "Schwimmende Blumeninsel im Atlantik". Madeira ist wie keine zweite Insel mit einer verschwenderischen Vegetation und Blütenpracht gesegnet. 
Klammheimlich hat sich diese atlantische Besonderheit zu einem Wanderparadies der Extraklasse gemausert. Das erste portugiesische Wort, das Wanderfreunde auf Madeira lernen, dürfte wohl "Levada" heißen. Levadawandern ist auf der Welt sicherlich einzigartig. Schmale Bewässerungskanäle durchziehen in einem ausgeklügelten Netz kreuz und quer die Insel. Auf den neben den Kanalrinnen angelegten Wartungswegen läßt sich Madeira ohne große Höhendifferenzen bequem bis in die entlegensten Winkel entdecken. So kommt man durch mit Zuckerrohr, Bananen, Weinreben und exotischen Früchten bestelltes fruchtbares Kulturland, vorbei an mühevoll in die steilen Berghänge modellierte Terrassen. Rauschende Wasserfälle und eindrucksvolle Schluchten liegen ebenso am Weg wie schroff abfallende Kliffs und sumpfige Hochmoore. In den noch ursprünglichen Tälern im Inselnorden ist die immergrüne subtropische Vegetation aus Baumheide, Lorbeerbäumen und mannshohen Blaubeerbüschen mitunter so üppig, dass man wie durch einen smaragd grünen Tunnel zu gehen scheint. Einige dieser Pflanzentunnel sind innen so schattig, dass darin keine anderen Pflanzen gedeihen. 
Bei aller Faszinationen der Levadawege soll nicht vergessen werden, dass die Vulkaninsel auch ein hervorragendes Revier für Bergwanderer ist. Das fast 1900 m hohe Zentralmassiv hält Routen für alle Ansprüche bereit. Ausgesprochen alpin mutet die Drei-Gipfel-Tour vom Pico do Arieiro über den Pico Torres hinauf zum Pico Ruivo an. Die spektakulär in den Fels geschlagene Strecke darf zu recht als die Königstour angesehen werden.
Neben verschwiegenen Hirtenpfaden und abenteuerlichen Küstensteigen gibt es noch sogenannte "Veredas", alte Dorfverbindungswege, die über Berg und Tal bis vor wenigen Jahrzehnten den einzigen Zugang in abgeschiedene Ortschaften darstellten. Typisch sind die gerundeten Stufen der Pflasterwege aus Naturstein. Von den Madeirensern werden sie liebevoll "Ochsenfuß-Pflaster" genannt.
Durch das ausgezeichnete Busnetz auf Madeira lassen sich sehr gut „One Way“ Wanderungen durchführen. Man nimmt den Bus zum Startpunkt der Wanderung und fährt vom Endpunkt mit einem anderen Bus zurück. Im Sunflower Wanderführer ist dieses System ausführlich und sehr gut beschrieben.
Es werden in Canico de Baixo geführte Touren angeboten, man kann sich aber auch sehr gut selbst auf den Weg machen, wenn man sich vorher die entsprechende Literatur besorgt und sich geeignete Wanderungen heraussucht. Werner kann auch befragt werden, er kann viele Touren selbst anbieten oder aber vermitteln.
Als Ausrüstung für die Levadawanderungen sind feste Schuhe, am besten Wanderschuhe, Rucksack, und geeignete Kleidung nötig. Oben in den Bergen ist es sehr viel kühler. Als Faustregel gilt, pro 100 Meter Höhendifferenz verändert sich die Durchschnittstemperatur um 0,5° C bis 1° C. Wenn es an der Villa Hibiskus 25° C sind, so ist es am Pico Ruivo in 1900 Meter Höhe nur noch 6° C bis 10° C. Der Wind ist dort oben auch deutlich stärker zu erwarten, so dass auch eine Jacke gegen Regen und Wind benötigt wird.
Wanderstöcke können großteils auch an den Levadas genutzt werden. In den Bergen sind sie sehr sinnvoll. Für die Bergwanderungen gilt die gleiche Ausrüstung wie in den Alpen. Man sollte unbedingt die
Anweisungen der Wanderliteratur oder Wanderführer beachten.
Eine wirklich leistungsfähige Taschenlampe für jeden Wanderer sollte man mitbringen, da viele Levadawege durch Tunnel führen, in denen es stockfinster sein kann. Man benötigt Lampen, die sowohl die Tunneldecke als auch den Weg gleichzeitig ausleuchten können. Es gibt inzwischen LED-Lampen (hier ein Beispiel), die diese Anforderungen sehr gut erfüllen. Sie sind stromsparend und leicht.
Schaut man die Landkarte vom Rother Wanderführer an, dann sieht man, wie viele Ziele es gibt und dass sich die meisten recht nahe an der Villa Hibiskus befinden.
Als Wanderliteratur haben sich bewährt:
Madeira vom Sunflower Verlag von John und Pat Underwood
Madeira vom Rother Wanderführer von Rolf Götz
Als Straßenkarten haben sich bewährt:
Kompass Karte Madeira WK 234 im Maßstab 1:50 000
Tour & Trail Madeira im Maßstab 1:40 000
Die Karten kann man Im Flughafen in der Ankunfthalle kaufen, da sie aber nicht immer vorrätig sind, sollte man sie schon zu Hause besorgen.
Hier geht es zum Fotoalbum Wandern . |